Fallorientierte Bankwirtschaft 

Lösungen zu den offenen Aufgaben

Fälle Lehrbuch

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Es werden nur die Lösungen eingestellt, die aus dem entsprechenden Info-Teil nicht direkt zu entnehmen sind.

 

4. Geldanlage in Wertpapieren

4.1 Gläubigereffekten

4.1.1 Inhaberschuldverschreibungen S. 176

Aufgabe a) S. 177

4,25% auf nominal 10.000 €

425,00 €

 

Aufgabe b) S. 177

Nominal 10.000 €

Emissionskurs 100,25%

10.025,00 €

 

Aufgabe c) S. 177

Jährlich nachträglich

Erste Zinszahlung: 5. Januar 2008

 

Aufgabe d) S. 177

-          Wertpapierabrechnung

-          Depotauszug

 

Aufgabe e) S. 177

Ab 01.04.2007 Börsenhandel, ab diesem Zeitpunkt dann börsentäglich zum Börsenkurs

 

4.1.2 Bundeswertpapiere S. 180

Aufgabe a) S. 180

Vgl. „Wertpapiere des Bundes auf einen Blick“ im Info S. 184 f.

 

Aufgabe b) S. 180

Der Zinslauf für die Bundesschatzbriefe beginnt bereits am 1. November 2007. Da sie die Papiere erst am 9.11.2007 erwerben will, fallen entsprechende Stückzinsen an, die bei der Abrechnung der Wertpapiere zu berücksichtigen sind.

 

Die neben den 30.000 € anfallenden Stückzinsen für die Bundesschatzbriefe könnte die Kundin z. B. über ihr Girokonto/Dispo finanzieren.

 

Aufgabe c) S. 181

Vgl. „Geldvaluta/Stückzinsvaluta“ im Info von 4.1.3 Stückzinsberechnung S. 187 f.

 

Nom. 10.000 € Typ A

10.000,00 €

Nom. 20.000 € Typ B

20.000,00 €

+ Stückzinsen für 12 Tage 3,5%

(Zinsvaluta 12.11.2007 einschließlich)

34,52 €

Abrechnungsbetrag

30.034,52 €

 

Aufgabe d) S. 181

Vgl. „Bundesschatzbriefe/Ausstattung B“ im Info S. 183

 

Bei den Bundesschatzbriefen Typ B werden keine jährlichen Zinsen gezahlt. Die Zinsen und Zinseszinsen werden am Ende der Laufzeit zusammen mit dem Anlagebetrag ausgezahlt.

 

4.1.3 Stückzinsberechnung S. 187

Aufgabe a) S. 187

10.04.2007

 

Aufgabe b) S. 187

Anlagebetrag

25.000,00 €

Stückzinsen für 68 Tage

(250 x 3,25 x 68) : 365

151,37 €

 

Aufgabe c) S. 187

Bruttozinsen

151,37 €

- 30% ZASt

45,41 €

- 5,5% Soli

2,49 €

= Gutschrift der Zinsen

103,47 €

 

Aufgabe d) S. 187

Anlagebetrag Kurswert 100,50%

25.125,00 

- 0,5% Provision

125,63 €

- Maklergebühr 0,075%

18,84 €

= Zwischensumme

24.980,53 €

+ Zinsen

103,47 €

= Gesamtgutschrift

25.084,00 €

 

 

4.2 Teilhabereffekten

4.2.1 Aktie S. 188

Aufgabe a) S. 188

Vgl. „Aktienarten“ im Info S. 189 f.

 

Aufgabe b) S. 188

Vgl. „Rechte der Aktionäre“ im Info S. 189

 

Aufgabe c) S. 188

Vgl. „Dividenden auf Rekordniveau“ im Info S. 190 f.

 

-          Liquiditätsanstieg stabilisiert Aktienmarkt

-          Fördert Aktienrückkäufe der Aktiengesellschaften

-          Positiver Effekt auf den Aktienkurs kurz vor Auftakt der Dividendensaison

 

4.2.2 Bezugsrechte S. 192

Aufgabe a) S. 192

Vgl. „Rechnen mit Bezugsrechten“ im Info S. 193

 

13 Mio. (Betrag der Kapitalerhöhung) : 65 Mio. (Altes Grundkapital) = Bezugsverhältnis = 1 : 5

 

Aufgabe b) S. 192

Vgl. „Rechnen mit Bezugsrechten“ im Info S. 193

 

Rechnerischer Wert des Bezugsrechts = (83 € - 50 €) : (1/5 + 1) = 27,50 €

 

Aufgabe c) S. 192

Vgl. § 6 Abs. 2 Geschäftsbedingungen der Frankfurter Wertpapierbörse im Info zu 4.8 Börse S. 231

 

13.05.2008 (Montag)

 

4.3 Investmentzertifikate S. 196

Situation 1

Aufgabe a) S. 196

Wertpapiervermögen

345.789.400,00 €

+ Bankguthaben

52.200.000,00 €

+ Sonstiges Vermögen

560.000,00 €

- Verbindlichkeiten

130.000,00 €

= Wert des Sondervermögens

398.419.400,00 €

 

Aufgabe b) S. 196

Fondsvermögen : Umlaufende Anteile = Inventarwert

376.830.000,00 € : 3.698.417 = 101,89 €

 

Aufgabe c) S. 196

Inventarwert

101,89 €

+ Ausgabeaufschlag von 5%

5,09 €

= Ausgabepreis

106,98 €

 

 

Inventarwert

101,89 €

- Rücknahmegebühr von 0,75%

0,76 €

= Rücknahmepreis

101,13 €

 

Situation 2 S. 196

Aufgabe a) S. 196

Vgl. „Fondsarten“ im Info S. 197

 

Aufgabe b) S. 196

Vgl. „Cost-Average-Effekt“ im Info S. 198

 

-          Niedrigerer durchschnittlicher Einstandspreis

-          Günstiger Durchschnittserwerbspreis

 

4.4 Wandelanleihen S. 198

Aufgabe a) S. 199

Vgl. Bezugsangebot in Situation S. 198

 

-          Rückzahlungsanspruch zu 100%

-          Verzinsung von 0,75% p.a.

-          Jede Teilschuldverschreibung im Nennwert von 1,00 € kann in eine auf den Inhaber lautende Stückaktie der SolarTech gewandelt werden.

 

Aufgabe b) S. 199

Vgl. Bezugsangebot in Situation S. 198

 

Wichtige Ausstattungsmerkmale der Wandelanleihe

Laufzeit

5 Jahre

Rückzahlung

am Ende der Laufzeit zu 100%

Verzinsung

0,75% p.a.

Wandlungsverhältnis

1 : 1

aktueller Börsenkurs der SolarTech-Aktie

0,55 €

 

Aufgabe c) S. 199

Für 1 € Nennwert Wandelanleihe erhält der Anleger 1 Aktie zum aktuellen Börsenkurs von 0,55 €. Eine Wandlung zu diesem Zeitpunkt ist nicht sinnvoll.

 

Aufgabe d) S. 199

Unterscheidungsmerkmale von Wertpapieren

 

Aktie

Bundesanleihe

Wandelanleihe

Stellung des Depotinhabers

Eigentümer

Gläubiger

Gläubiger

Mittel aus der Sicht des Emittenten

Eigenkapital

Fremdkapital

Fremdkapital

Rückzahlung

nur Verkauf zum Börsenkurs

zum Fälligkeitszeitpunkt bzw. Verkauf zum Börsenkurs

zum Fälligkeitszeitpunkt bzw. Verkauf zum Börsenkurs

Risiken

-          Unternehmerisches Risiko

-          Kursänderungsrisiko

-          Dividendenrisiko

-          Risiko der Kursprognose

 

-          Zinsänderungsrisiko

 

-          Bonitätsrisiko

-          Zinsänderungsrisiko

-          Kündigungsrisiko/ Auslosungsrisiko

 

Ertrag

-          Dividende, von Gewinnsituation abhängig

-          evtl. Kursgewinne

-          Zinsen

-          evtl. Kursgewinne

-          Zinsen, unabhängig von Gewinnsituation

-          evtl. Kursgewinne

 

4.5 Genussscheine S. 203

Aufgabe a) S. 203

Vgl. „Wesen der Genussscheine“ im Info S. 204 f.

 

Aufgabe b) S. 203

Vgl. „Haftungsriisiko“ im Info s. 205

 

Aufgabe c) S. 203

Vgl. „Chancen und Risiken“ im Info S. 206

 

Aufgabe d) S. 203

Vgl. „Vergleich von Schuldverschreibung, Genussschein und Aktie“ im Info S. 207

 

4.6 Optionsanleihe S. 208

Aufgabe a) S. 209

-          Optionsanleihen können u. U. aufgrund der Marktsituation besser abgesetzt werden.

-          Zinsen sind Steuer mindernder Aufwand (Fremdkapitalzinsen).

-          Spätere Eigenkapitalerhöhung durch Ausübung von Optionen möglich

-          Verzinsung niedriger als bei normalen Anleihen, weil mit der Optionsanleihe ein Sonderrecht verbunden ist.

 

Aufgabe b) S. 209

-          fester Zins

-          garantierte Rückzahlung der Anleihe zum Nennwert

-          über Option möglich, Aktie zu einem festen Preis (80,00 EUR) zu erwerben und damit Kursgewinne zu realisieren

-          Optionsschein getrennt veräußerbar

 

Aufgabe c) S. 209

-          Der prozentuale Anteil von Herrn Renne an der Chemie AG würde ohne ein Bezugsrecht sinken.

-          Der Aktienkurs der Chemie AG wird rechnerisch sinken, so dass das Bezugsrecht den rechnerischen Verlust ausgleichen muss.

 

Aufgabe d) S. 209

Depotbestand 1600 Aktien ermöglicht den Bezug von 4 x nominal 1.000 € = nominal 4.000 € Optionsanleihen.

 

Aufgabe e) S. 209

4.000 € nom. x 120 % = 4.800 € Kaufpreis

 

Aufgabe f) S. 209

Jeder Optionsanleihe im Nennbetrag von 1.000 € sind 8 Optionsscheine beigefügt, die zum Bezug von einer Aktie der Gesellschaft berechtigen. Da Herr Renne 4.000 € nom. Optionsanleihen besitzt und damit 32 Optionsscheine, kann er 4 Aktien der Gesellschaft beziehen.

 

Aufgabe g) S. 209

32 Optionsscheine berechtigen zum Kauf Bezug von 4 Inhaberaktien der Chemie AG zu je 80 €, also insgesamt 320,00 €

 

4.7 Optionsschein S. 212

Aufgabe a) S. 213

Vgl. „Hebel“ im Info S. 216

 

Hebel = 160 : (2,40 x 10) = 6,67

 

Die prozen t uale Kursänderung des Op t ionsscheins is t um das 6,67-fache größer als die prozen t uale Kursänderung der Ak t ie.

 

Aufgabe b) S. 213

Vgl. „Innerer Wert“ im Info S. 214

 

Innerer Wer t = (160,00 – 180,00) : 10 = -2,00 €

 

Der Op t ionsschein is t nich t „im Geld“ (ou t of t he money). Eine Ausübung des Op t ionsrech t s is t zurzei t nich t sinnvoll, da die Ak t ie beim direk t en Kauf an der Börse billiger bezogen werden kann als über den Op t ionsschein. Der rechnerische innere Wer t der Op t ion is t nega t iv.

 

Aufgabe c) S. 213

Vgl. „Aufgeld“ im Info S. 215

 

Absolutes Aufgeld = 2,40 x 10 + 180,00 – 160,00 = 44,00 €

 

Aufgeld in Prozen t = 44,00 x 100 : 160,00 = 27,50%

 

Der Ak t ienerwerb über Kauf mit sofor t iger Ausübung der Op t ionsrech t e is t um 44,00 € bzw. 27,50% t eurer als der Direk t kauf der Ak t ie an der Börse.

 

Aufgabe d) S. 213

Vgl. „Aufgeld“ im Info S. 215

 

Relatives Aufgeld pro Jahr:

Die Res t laufzei t be t räg t zwei Jahre.

 

Formel:

Rela t ives Aufgeld pro Jahr = Aufgeld in Prozen t : Res t laufwer t = 27,50 : 2 = 13,75% p.a.

 

Nur wenn die Ak t ie in der res t lichen Zei t der Op t ionsfris t pro Jahr um durchschni t t lich mehr als 13,75% s t eig t , erziel t der Käufer einen Gewinn, da sich das Aufgeld bis zur Fälligkei t volls t ändig abbau t .

 

Aufgabe e) S. 213

Vgl. „Zeitwert“ im Info S. 215

 

Zeitwert = 2,40 € - 0,00 € = 2,40 €

 

Da der Op t ionsschein einen rechnerisch nega t iven inneren Wer t besi t z t , ergib t sich der Kurs des Op t ionsscheins volls t ändig aus dem Zei t wer t .

 

 

4.8 Börse

4.8.1 Organisation der Börse S. 217

Aufgabe a) S. 218

Vgl. Vorspann der Aufgabe S. 217 f.

 

-          Kapitalumschlagsfunktion (Anlagemöglichkeit in Wertpapieren; hinreichende Qualität und Handelsfähigkeit der Wertpapiere; hohe Liquidität)

-          Kapitalbewertungsfunktion (marktgerechte Preisbildung; Preisbildung nach nach festgelegten Regeln; Veröffentlichung der Kurse sichert hohe Markttransparenz)

 

Aufgabe b) S. 218

Frankfurter Wertpapierbörse; weitere Wertpapierbörsen in München, Stuttgart, Hamburg, Berlin/Bremen und Düsseldorf.

 

Aufgabe c) S. 218

Vgl. „Parkettbörse/Computerbörse“ im Vorspann S. 217 f.

 

Aufgabe d) S. 218

Geld- und Briefstellung zu je 400 Stück Aktien zu 13,55 € liegen dem Skontroführer vor, Geschäftsabschluss kommt zustande.

 

Aufgabe e) S. 218

Erfüllungsgeschäft und Geldvaluta Donnerstag 30.8.2007

 

Aufgabe f) S. 218

Vgl. „Xetra-Handel“ in 4.8.6 Wichtige Börsenbegriffe S. 238

 

Aufgabe g) S. 218

Ja, da die Aktie Telecom im Xetra-System in der Zeit von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr  gehandelt werden kann.

 

Aufgabe h) S. 218

Vgl. 4.8.6 Wichtige Börsenbegriffe S. 232 ff.

 

4.8.2 Preisermittlung an der Effektenbörse S. 220

Aufgabe a) S. 221

Eröffnungskurs: 357,00

Kurszusatz: bB

 

Kurs

Kaufaufträge

Verkaufsaufträge

Umsätze

358,00

78

252

78

357,60

78

242

78

357,00

178

201

178

356,00

250

165

165

355,00

250

165

165

354,00

265

133

133

353,50

287

133

133

352,00

377

80

80

 

Aufgabe b) S. 221

Umsatz: 178 Aktien

 

Aufgabe c) S. 221

Kauf zum Eröffnungskurs: 45,75

 

4.8.3 Kurszusätze S. 224

Aufgabe a) S. 224

Eröffnungskurs: 64,60 (nach dem Meistausführungsprinzip)

 

Kurs

Kaufaufträge

Verkaufsaufträge

Umsätze

64,80

9500

30.200

9.500

64,75

9.500

24.700

9.500

64,70

13.500

20.200

13.500

64,60

18.200

19.700

18.200

64,35

20.700

14.000

14.000

64,20

23.400

14.000

14.000

64,10

23.400

11.000

11.000

64,05

25.900

8.000

8.000

 

Aufgabe b) S. 224

Umsatz: 18.200 Aktien

 

Aufgabe c) S. 224

Kurs: 64,60 bB

Oder der Skontroführer übernimmt das überschießende Angebot von 1.500 Aktien dann

Kurs: 64,60 b

 

4.8.4 Wertpapierindizes S. 226

Aufgabe a) S. 227

Vgl. Vorspann S. 226

 

Aufgabe b) S. 227

Vgl. Vorspann S. 226 f.

Preisindex: Dow Jones

Performance Index: Dax

 

Aufgabe c) S. 227

-          Bildet die allgemeine Kurs- und Ertragsentwicklung ab.

-          Hilfe für die Einschätzung von Wertpapiermärkten

-          Nutzung für die technische Analyse

-          Vergleichsmaßstab für die Entwicklung des eigenen Portefeuilles

 

Aufgabe d) S. 227

Vgl. Vorspann S. 226 f.

 

4.8.5 Abwicklung von Kauf- und Verkaufsaufträgen an der Wertpapierbörse S. 228

Situation 1

Aufgabe a) S. 230

Depotnummer: 201050897370

In dieses Depot sollen die gekauften Wertpapiere eingebucht werden.

Name des Wertpapiers/WKN

Mit der WKN soll das Wertpapier leichter identifiziert werden.

Handelsplatz Frankfurt

Kostengünstiger Ausführungsplatz

Nominal 100 Stück

Kundenwunsch

Kuslimit/Billigst

Kauf soll zum nächstmöglichen Kurs ausgeführt werden.

Ordergültigkeit: heute

Festlegung der Gültigkeitsdauer des Auftrags

Kein Orderzusatz

Kauf soll sofort zum nächtmöglichen Kurs ausgeführt werden.

 

Aufgabe b) S. 230

100 Stück Kurs 59,60

5.960,00 €

Provision

59,60 €

Maklercourtage

5,96 €

Summe

6.025,56 €

 

Aufgabe c) S. 230

Geldvaluta 16.06.2007

 

Situation 2

Aufgabe a) S. 230

Vgl. Info 4.8.3 Kurszusätze S. 225

 

b

Alle Aufträge wurden ausgeführt.

bG

Die zum festgestellten Kurs limitierten Kaufaufträge sind nicht vollständig ausgeführt worden. Es bestand weitere Nachfrage.

bB

Die zum festgestellten Kurs limitierten Verkaufsaufträge sind nicht vollständig ausgeführt worden. Es bestand weiteres Angebot.

G

Nur Nachfrage zu diesem Kurs

exD

Erste Notiz unter Abschlag der Dividende

 

Aufgabe b) S. 230

Vgl. § 6 und 10 der Geschäftsbedingungen der FWB im Info S. 231 f.

 

Aufgabe c) S. 230

Auftrag wurde am 04.10 Geschäftsschluss vor dem Tag der Dividendenausschüttung gestrichen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde das eingegebene Limit nicht erreicht.

 

4.8.6 Wichtige Börsenbegriffe S. 232 ff.

Hier fallen keine Lösungen an.

 

4.9 Depotgeschäft

4.9.1 Offenes und geschlossenes Depot S. 239

Aufgabe a) S. 239

Vgl. „Offenes und Geschlossenes Depot“ im Info S. 240 f.

 

Wertsachen, Gegenstände, Urkunden

Verwahrart

Sparbrief

Schließfach

5 Sparbücher

Schließfach

Orderscheck-Vordrucke

Schließfach

wertvoller Schmuck und Münzen

Schließfach

wertvolles Gemälde

Verwahrstück

Briefmarkenalbum

Schließfach

vinkulierte Namensaktien

Schließfach oder ggf. offenes Depot/Streifbandverwahrung

Inhaberpfandbriefe

offenes Depot – Girosammelverwahrung

Investmentanteile

offenes Depot – Girosammelverwahrung

 

Aufgabe b) S. 239

Vgl. Ziffer 17 „Prüfungspflicht der Nordbank AG“ in den Sonderbedingungen für Wertpapiergeschäfte im Info S. 243

 

-          Prüfung der Verlustmeldungen (Opposition)

-          Formale Ordnungsmäßigkeit der eingelieferten Wertpapiere, z.B. äußere Beschaffenheit des Wertpapiers

-          Übereinstimmung der Identität der Stückenummern von Mantel und Bogen

-          Überprüfung, ob alle Dividendenscheine am Bogen vorhanden sind.

-          Gültigkeit bei Anleihen und Kupons

-          Vollständigkeit, d.h. Mitlieferung des nächstfälligen Zins- bzw. Gewinnanteilscheins

 

Aufgabe c) S. 239

Aspekte

Girosammeldepot

Streifbanddepot

Schließfach

Verwahrstück

Beispiele

Inhaberaktien, Bundeslanleihen

Effektive Stücke, z.B. vinkulierte Namensaktie

Sparbriefe und Sparbücher

Wertvolle Bilder

Vertragsart

Kontovertrag

Verwahrvertrag

Mietvertrag

Verwahrvertrag

Kennzeichnung

Vgl. Info S. 241 ff.

Vgl. Info S. 241 ff.

Vgl. Info S. 240 ff.

 

Entgeltliche Gebrauchsüberlassung eines Schrankfaches zur Unterbringung von kleineren Wertgegenständen und Urkunden. Das Schrankfach steht unter dem eigenen Verschluss des Mieters und dem Mitverschluss des Vermieters. Es kann nur von beiden gemeinsam geöffnet werden.

Vgl. Info S. 240 ff.

 

Entgeltliche Aufbewahrung von verpackten Wertgegenständen im Tresorraum der Bank. Das Verwahrstück ist so zu verpacken, dass sein Inhalt nicht zu erkennen ist. Es ist so zu versiegeln, dass es ohne Verletzung des Siegels nicht geöffnet werden kann. Es sind Name und Anschrift des Hinterlegers auf dem Verwahrstück zu vermerken.

Verwaltungsarbeiten

-          Zins- und Dividendengutschriften

-          Benachrichtigungen bei HV

-          Stimmrechtsvollmachten

-          Beschaffung von Eintrittskarten zur HV

 

-          Zins- und Dividendengutschriften

-          Benachrichtigungen bei HV

-          Stimmrechtsvollmachten

-          Beschaffung von Eintrittskarten zur HV

 

Erstellung der Jahresmietrechnung

Keine

Kosten

-          Jährliche Depotgebühr

-          Jährliche Depotkosten (höhere Kosten als bei der GS-Verwahrung)

Miete

Verwahrungsgebühr

Rechte und Pflichten der Vertragspartner

-          Hinterleger ist Miteigentümer nach Bruchteilen am Sammelbestand der betreffenden Gattung. Er kann verlangen, dass ihm hieraus die ihm zustehende Menge an Wertpapieren ausgeliefert wird.

-          Sind die Rechte der Kapitalanleger in einer Globalurkunde verbrieft, besteht kein Anspruch auf Auslieferung effektiver Stücke.

-          Verwahrer ist verpflichtet, die Wertpapiere unter äußerlich erkennbarer Bezeichnung jedes Hinterlegers gesondert von seinen eigenen Beständen und denen Dritter auzubewahren.

-          Mäntel und Bögen weden grundsätzlich getrennt aufbewahrt.

-          Der Hinterleger ist Alleineigentümer nummernmäßig genau bestimmter Stücke

-          Das für den Depotkunden ausgefertigte Stückverzeichnis beweist seinen Anspruch auf sein Sondereigentum.

Recht auf Zutritt zum Schließfach.

Bank hat Recht auf Mietertrag.

Hinterleger hat einen Herausgabeanspruch.

Bank hat Recht auf die Verwahrgebühr.

 

4.9.2 Depotstimmrecht S. 243

Aufgabe a) S. 245

Einfache Mehrheit

Qualifizierte Mehrheit

-          Verwendung des Bilanzgewinns, z.B. Ausschüttung einer Dividende

-          Entlastung des Vorstands

-          Entlastung des Aufsichtsrats

-          Wahlen zum Aufsichtsrat

-          Bestellung des Abschlussprüfers

-          Erwerb eigener Aktien

-          Neugestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats (Satzungsänderung)

-          Genehmigtes Kapital (Satzungsänderung)

-          Bedingte Kapitalerhöhung (Satzungsänderung)

-          Ausschluss des Anspruchs auf Ausstellung von Mehrfachurkunden (Satzungsänderung)

 

 

Aufgabe b) S. 245

Der Erwerb eigenee Aktien setzt einen Beschluss der HV voraus und ist auf 10% des Grundkapitals begrenzt.

 

-          Abwendung von Schäden von der Gesellschaft z.B. Verhinderung feindlicher Übernahmen

-          Mitarbeitern können dann eigene Aktien zum Vorzugskurs angeboten werden.

-          Stabilisierung es Aktienkurses

 

Aufgabe c) S. 245

Vgl. „Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen“ im Info zu 4.2.2 Bezugsrechte S. 192 f. und „Voraussetzungen für die Begebung einer Wandelanleihe“ im Info zu 4.4 Wandelanleihen S. 202

 

Aufgabe d) S. 245

Vgl. Info S. 245 ff.

 

Aufgabe e) S. 245

Vgl. Info S. 245.

 

Aufgabe f) S. 245

Vgl. Info S. 246.

Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V.

Dachverband der kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.

 

Aufgabe g) S. 245

Vgl. Stimmrechtsvollmacht im Info S. 246 f.

 

Übertragung der Stimmrechtsvollmacht durch ein Vollmachtsformular auf z.B. SdK für die Anzahl der Aktien einer Gattung oder alle Aktien im Depot des Kunden Bittermann

 

 

4.10 Emissionsgeschäft S. 247

Aufgabe a) S. 249

Vgl. Situation S. 247 f. und Info S. 251

-          Verstärkung der Eigenkapitalbasis (Investition in Containerterminals, Hinterlandnetzwerk, Logistik)

-          Wachstum

-          Mitarbeiterbeteiligung

-          Bekanntheitsgrad steigern

-          Internationalisierung

-          Akquisitionen

 

Aufgabe b) S. 249

Vgl. Info S. 250 f.

 

Aufgabe c) S. 249

Vgl. Info S. 250 f.

 

Aufgabe d) S. 249

 Vgl. Info S. 250

 

Aufgabe e) S. 249

Vgl. Info S. 250

 

Aufgabe f) S. 249

Vgl. Info S. 250 f.

 

Aufgabe g) S. 249

Vgl. Info S. 250 f.

Kursstabilisierung

 

4.11 Anlageberatung und Aktienanalyse

4.11.1 Fundamentalanalyse S. 254

Aufgabe a) S. 254

Vgl. Info S. 254 ff., insbesondere § 31 WpHG

 

-         Aufklärung über mögliche Risiken

-         Ermittlung der Erfahrungen und Kenntnisse des Kunden mit Wertpapieranlagen

-         Ermittlung der Vermögenssituation des Kunden

-         Dokumentation des Gesprächs

-         Überprüfung, ob Anlageziel und Anlageentscheidung übereinstimmen.

-         Aufklärung über die Kosten

 

Aufgabe b) S. 254

-         Spekulation: Chance auf überdurchschnittliche Kurssteigerungen nutzen.

-         Ertrag: Durch Beteiligung an einem Unternehmen höhere Erträge als bei anderen Anlagen erzielen.

-         S t euervor t eil: Nur Dividendenzahlungen zu vers t euern, die Kursgewinne sind s t euerfrei außerhalb der Spekula t ionsfris t (priva t es Veräußerungsgeschäft).

-         Sachwert: Durch Investition in eine Sachanlage Schutz vor Geldwertverlusten (Inflation)

-         Mitbestimmung: Teilnahmerecht an der Hauptversammlung

 

Aufgabe c) S. 254

-         Anlage in umsatzstarke Werte; leicht veräußerbar.

-         Anlage in Standardwerte; strengere Zulassungsbestimmungen erhöhen den Anlegerschutz.

-         Anlage in verschiedene Werte unterschiedlicher Branchen; Verlustrisiko verteilen.

-         Laufende Information über Anlagewerte einholen; schnell auf Entwicklungen durch Zu- bzw. Verkauf reagieren.

-         Nur Beträge in Aktien anlegen, die nicht benötigt werden; keine Verkaufsnotwendigkeit in ungünstiger Börsensituation.

 

Aufgabe d) S. 254

Dividendenrendite:

-         Verhältnis von ausgeschütteter Bruttodividende zum Aktienkurs/Ermittlung des Ertrages aus der Aktienanlage

-         Bei der Touristik-Aktie mit 3% höher, das eingesetzte Kapital verzinste sich mit 3% gegenüber 1,9% bei Energie-Aktie.

-         Begrenzte Aussagekraft, da nur die Vergangenheit betrachtet wird.

-         Begrenzte Aussagekraft, da nicht alle Ertragsfaktoren berücksichtigt werden.

 

Aufgabe e) S. 254

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV):

-         Verhältnis von Ergebnis pro Aktie und aktuellem Aktienkurs

-         Vergleichswert mit anderen Unternehmen aus einer Branche, eines Teilmarktes oder des gesamten Börsenmarktes

-         KGV bei Energie-Aktie bislang günstiger

-         Niedrigeres KGV verspricht tendenziell höheres Kurspotential.

 

4.11.2 Technische Analyse S. 261

Aufgabe a) S. 261

Vgl. Info S. 261 ff.

Perioden, in denen heftige Bewegungen stattfinden, werden ausführlich durch Zacken dargestellt. Ein Aufwärtstrend ist durch steigende Hoch- und Tiefpunkte im Kursverlauf gekennzeichnet.

 

Aufgabe b) S. 261

Vgl. Info S. 261 ff.

Man erkennt den Trend und Trendumkehrungen, indem man börsenbezogene Daten wie Kursverlauf, Handelsvolumina und technische Indikatoren analysiert. Bei Aufwärtstrends verbindet eine Trendlinie zwei steigende Tiefpunkte miteinander, zwischen denen mindestens ein klar definierter Hochpunkt (Spitze) liegen muss. Ein Abwärtstrend ist durch fallende Maxima und Minima im Kursverlauf gekennzeichnet. Dabei verbindet eine Trendlinie zwei fallende Hochpunkte (Spitzen) miteinandner, zwischen denen mindestens ein deutlich erkennbarer Tiefpunkt (Boden) vorhanden sein muss.

 

Kim Zuge einer langfristigen Aufwärtsbewegung kommt es immer wieder zu kurzfristigen Kurskorrekturen und im Zuge einer Abwärtsbewegung zu Kurserholungen (technische Reaktion). Die Dauer solcher Kurskorrekturen und Kurserholungen ist unbestimmt, häufig vollziehen sich Kursänderungen in Trendrichtung relativ schnell und plötzlich, während die Phase der kurzfristigen Kurskorrektur oder die Phase der kurzfristigen Kurserholung einen längeren Zeitraum umfasst. Man bezeichnet diese Phasen daher auch als Konsolidierungsphasen, in denen sich der Markt an das neu gefundene Kursniveau gewöhnen muss.

 

Konsolidierungsphasen bilden sich in Konsolidierungsformationen ab. Konsolidierungsformationen entstehen durch ein Auf und Ab der Kurse. Die Bereiche der Kursbewegung werden dadurch gekennzeichnet, dass man die Hochpunkte und Tiefpunkte der Kursbewegung in diesen Zeitintervallen miteinander verbindet. Je nach der Form der sich auf diese Weise ergebeneden Figuren sprich man von Keilen, wenn sowohl die obere als auch die untere Begrenzungslinie entgegen der Trendbewegung verlaufen und aufeinander zulaufen. Man sprich von Flaggen, wenn die Begrenzungslinien entgegen der Trendbewegung, aber parallel verlaufen und von Wimpeln, wenn die obere Begrenzungslinie entgegen dem Trend, die untere Begrenzungslinie mit dem Trend verläuft.

 

Flaggen und Keile, die Konsolidierungsphasen im Verlauf eines Abwärtstrends markieren, sind abwärts gerichtet, wohingegen Flaggen und Keile, die eine Erholungsphase im Verlaufe eines Abwärtstrends markieren, aufwärts gerichtet sind.

 

Aufgabe c) S. 261

Vgl. „Signale“ im Info S. 262

Börsenkurse entwickeln sich durch das gleichgerichtete Verhalten der Marktteilnehmer in Trends. Ausgehend von den grafisch dargestellten historischen Kursen und Umsätzen wird die weitere Entwicklung der Aktie prognostiziert, d.h. aus dem Kursverlauf der Vergangenheit kann der zukünftige Kursverlauf prognostiziert werden. Bestimmte Formationen des Kursverlaufs lassen nach der Charttechnik auf eine Fortsetzung bzw. Beendigung des Kurstrends schließen. Ist die Trendrichtung ausgemacht, wird dies als Kauf- bzw. Verkaufssignal angesehen.

 

Aufgabe d) S. 261

Vgl. Info S. 261 ff.

 

Aufgabe e) S. 261

Vgl. „Unterstützungslinien/Widerstand“ im Info S. 264

 

4.12 Besteuerung von Wertpapiererträgen S. 265

Aufgabe a) S. 265

Vgl. Info S. 265 f.

 

Aufgabe b) S. 265

Vgl. Tabelle im Info S. 266

 

4.13 Eurex Deutschland S. 267

Situation 1

Aufgabe a) S. 268

Vgl. Info S. 271 ff.

 

Die Markterwartung von Herrn Schönfeld ist negativ. Puts bieten daher die einzige Möglichkeit, sein bestehendes Aktiendepot so abzusichern, dass ein im Voraus bestimmter Verkaufspreis nicht unterschritten wird. Ein feststehender maximaler Kursverlust wird nicht überschritten. Herr Schönfeld koppelt sich somit von negativen Börsenentwicklungen für die Zeit der Absicherung ab. Der Long Put ist die optimale Position für die Absicherung von aufgelaufenen Aktienkursgewinnen nach einem Kursaufschwung. Liegt der Kurs des Basiswertes am Verfalltag tatsächlich entsprechend der Markterwartung unterhalb des Basispreises, so ist der Käufer des Put im Gewinn. Während seine Aktien im Depot an Wert verlieren, gewinnt er mit der Optionssicherung. Eine depotgenaue Absicherung ist schwierig. Liegt der Kurs des Basiswerts am Verfalltag über dem Basispreis, wird die Option wertlos ausgebucht. Herr Schönfeld hat in diesem Fall die Optionsprämie verloren. Kommt es innerhalb der Absicherungsperiode bis zum Juni des laufenden Jahres zu dem von Herrn Schönfeld erwarteten Kursverfall, verlieren seine Aktienpositionen zwar an Wert, jedoch steigt gleichzeitig der Wert der von ihm erworbenen Puts, so dass der aktuelle Depotwert unverändert bleibt.

 

Aufgabe b) S. 268

Vgl. Info S. 271 ff.

 

Herr Schönfeld schließt folgende Verträge zur Depotabsicherung ab:

Basiswert

Option

Basispreis

Laufzeit

Optionspreis

Chemie AG

Put

42,00

Juni

2,70

Elektro AG

Put

115,00

Juni

10,50

Stahl AG

Put

32,00

Juni

3,13

Tele AG

Put

50,00

Juni

4,00

 

Aufgabe c) S. 268

Kursabsicherung für 4 Aktienpositionen

Emittent

Kontraktgröße

Basispreis

Aktueller Kurs

Optionspreis

Laufzeit

Summe in EUR

Chemie AG

2

42,00

45,65

2,70

Juni

2.700,00

Elektro AG

1

115,00

116,70

10,50

Juni

5.250,00

Stahl AG

2

32,00

32,10

3,13

Juni

3.130,00

Tele AG

2

50,00

56,40

4,00

Juni

4.000,00

 

 

 

 

 

 

15.080,00

 

Situation 2

Aufgabe a) S. 270

Vgl. „Dax-Optionen“ und „Dax-Futures“ im Info S. 273

 

Herr Hartenstein hat aus langfristigen Überlegungen heraus ein Aktiendepot aufgebaut und durch Nachbildung des Dax versucht, eine geeignete Streuung der unternehmens- und branchenbedingten Risiken zu erreichen. Trotz dieser Streuung bleibt sein Depot jedoch anfällig für allgemeine Kursrückschläge des Gesamtmarktes, denen sich Einzeltitel nicht vollständig entziehen können. Da langfristige Überlegungen bei Herrn Hartenstein im Vordergrund stehen, kann er nicht bei jeder Kursabwärtsbewegung das gesamte Depot verkaufen, um dann zu einem späteren Zeitpunkt alles zurückzukaufen. Mit dem Kauf von Dax-Puts überträgt Herr Hartenstein gegen Zahlung des Optionspreises das allgemeine Kursrisiko für eine bestimmte Zeit auf den Verkäufer der Option, der wiederum eine andere Markterwartung hat.

Sollten die Kurse dann tatsächlich sinken, erzielt Herr Hartenstein aus seiner Put-Position einen Erlös. Die dem Depot auf der Aktienseite entstandenen Verluste können dann bei einer vollständigen Absicherung durch die Gewinne der Dax-Option ausgeglichen werden. Das Gewinnpotential im Falle steigender Kurse bleibt erhalten und Dividenden fließen Herrn Hartenstein nach wie vor zu.

 

Aufgabe b) S. 270

Vgl. „Dax-Optionen“ und „Dax-Futures“ im Info S. 273

 

Eine Option auf den Dax zielt auf die Tendenz des Gesamtmarktes ab und nicht auf die Kursentwicklung einer Einzelaktie. Sie erlaubt es, bestehende oder auch geplante Aktiendepots mit nur einer Transaktion gegen das Risiko unerwünschter Kursbewegungen zu versichern. Da eine Option nur das Recht, aber nicht die Pflicht zur Ausübung einräumt, hat der Inhaber die größtmögliche Flexibilität hinsichtlich

seiner Entscheidung nach dem Kauf.

 

Die Eurex-Dax-Option ist ein Indexoptionskontrakt. Ein Index ist im Gegensatz zu einer Aktie kein handelbares Gut. Daraus ergeben sich andere Abrechnungsmodalitäten für Dax-Optionen. Jeder Dax-Options-Kontrakt ist 10-mal den aktuellen Dax-Stand wert. Bei einem Dax-Stand von 6000 Punkten beträgt der Wert eines Kontraktes also 60.000 EUR. Der Dax ist ein künstliches Rechengebilde, das die Kurse der 30 größten deutschen Aktien in bestimmten, festgelegten Anteilen einer Größe zusammenfasst. Es wäre also außerordentlich schwierig, bei Ausübung einer Dax-Option alle 30 Werte in den richtigen Größenordnungen zu liefern. Deshalb gibt es bei Indexoptionskontrakten nicht den Anspruch auf Lieferung des Basiswertes, sondern die Dax-Option wird über einen Barausgleich erfüllt. Der jeweils zu zahlende Betrag ergibt sich aus der Differenz zwischen Basispreis und Indexstand bei Ausübung multipliziert mit dem  Indexmultiplikator 10.

 

Kauft Herr Hartenstein z.B. einen Dax-Put auf der Basis eines aktuellen Dax-Standes von 6000 Punkten mit Fälligkeit im März 2000, erwirbt er damit das Recht, nicht aber die Pfllicht, sich die Differenz, um die der Indexstand bei Ausübung der Option den Basispreis von 6000 Punkten unterschreitet, multipliziert mit 10 auszahlen zu lassen. Beträgt der Dax entsprechend Herrn Hartensteins Markterwartung bei Ausübung 5700 Punkte, bekommt Herr Hartenstein 3.000,00 EUR vom Verkäufer des Puts ausgezahlt.

 

Ein Future begründet dagegen eine feste Verpflichtung und gestattet kein Wahlrecht.

Ein Future ist eine feste vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge eines bestimmten Finanzinstruments (Basiswert), zu einem im Voraus festgelegten Preis (Future-Preis) und zu einem späteren Zeitpunkt (Liefertag, Fälligkeit) zu liefern (Verkäufer des Futures) oder abzunehmen (Käufer des Futures). Der Preis für den Basiswert wird also heute festgelegt und die Erfüllung findet zu einem bestimmten zukünftigen Datum statt. Wie bei der Dax-Option liegt auch dem Dax-Future ein abstrakter, künstlicher Basiswert zugrunde und ein für die Zukunft fest vereinbarter Preis.

 

Käufer und Verkäufer haben unterschiedliche Pflichten:

1.      Der Käufer eines Dax-Futures (Long Position) hat die Verpflichtung, am Erfüllungstermin ein standardisiertes Vielfaches des Dax zu einem im Voraus festgelegten Preis zu kaufen.

2.      Der Verkäufer eines Dax-Futures hat die Verpflichtung, am Erfüllungstermin ein standardisiertes Vielfaches des Dax zu einem im Voraus festgelegten Preis zu verkaufen.

 

Ebenso wie die Dax-Option schafft der Dax-Future die Möglichkeit, den gesamten deutschen Aktienmarkt in einem Instrument zu handeln. Das spart Zeit und Kosten für Herrn Hartenstein. Der Preis des Dax-Futures steigt mit dem Dax und fällt ebenso mit dem Dax. Wer steigende Kurse erwartet, wird also Dax-Futures kaufen und wer fallende Kurse erwartet wird Dax-Futures verkaufen. Gehen die jeweiligen Markterwartungen in Erfüllung, kann der Anleger seine Position mit Gewinn wieder schließen, in dem er die gleiche Anzahl Dax-Future-Kontrakte mit dem entgegengesetzten Geschäft wieder schließt. Eine Long-Position wird durch eine Short-Position geschlossen und umgekehrt. Es findet keine effektive Lieferung des

Basiswertes statt.

 

Aufgabe c) S. 270

Optionen sind standardisierte, börsenmäßig handelbare Vertrage, die dem Käufer des Vertragsgegenstands folgende Rechte geben:

-         eine bestimmte Menge des Basiswertes

-         innerhalb der Optionsfrist

-         zum Basispreis

-         zu kaufen oder zu verkaufen.

 

Dafür zahlt der Käufer dem Verkäufer die Optionsprämie bei Vertragsschluss.

 

Futures sind standardisierte , börsenmäßig handelbare Verträge mit folgenden Verpflichtungen:

 

-         eine bestimmte Menge des Basiswertes

-         zu einem festgelegten Preis (erfolgt bei Vertragsschluss)

-         zu einem vereinbarten Zeitpunkt

-         zu liefern oder abzunehmen.

 

Futures sind Fixgeschäfte, bei denen Käufer und Verkäufer bindende Verpflichtungen eingehen. In der Praxis erfolgt keine Lieferung bei Fälligkeit, sondern eine entsprechende Glattstellung durch ein Gegengeschäft.

 

Eine Option auf den Dax zielt auf die Tendenz des Gesamtmarktes und nicht auf die Kursentwicklung einer Einzelaktie ab. Sie erlaubt es, bestehende Aktiendepots mit nur einer Transaktion gegen das Risiko unerwünschter Kursbewegungen abzusichern. Da eine Option nur das Recht, nicht aber die Verpflichtung zur Ausübung einräumt, hat der Inhaber größtmögliche Flexibilität hinsichtlich seiner Entscheidung.

 

Die Entscheidung, welche Alternative zur Kursabsicherung gewählt werden sollte, hängt davon ab, ob Herr Hartenstein eher mit einem Dax-Anstieg oder eher mit einem Dax-Rückgang rechnet.

1.      Alternative: Abschluss einer Option auf den Dax

Ermittlung der Kontraktgröße:

, aufgerundet 18 Kontrakte

 

Ermittlung des Optionspreises:

Dax-Option

Basiswert

Laufzeit

Optionspreis

in €

Anzahl der Kontrakte

Gesamtpreis

in €

294 x 18 x 5

Put

7800

März

294,00

18

26.460,00

 

Ermittlung der Kursabsicherungskosten:

Dax-Basispreis

7.800,00

Dax-Stand nach 10%em Rückgang

7.050,55

Differenz

749,45

Multipliziert mit 18 Kontraktgröße

13.491,00

Multipliziert mit Faktor 5

67.455,00

./. Optionspreis

26.460,00

Gewinn aus der Kursabsicherung in €

40.995,00

 

10% Depotwertverlust                             70.000,00 EUR

Gewinn aus der Kursabsicherung (+)     40.995,00 EUR

Verlust                                              29.005,00 EUR

 

2. Alternative: Abschluss eines Dax-Futures

Der Verkauf von Dax-Futures wäre für Herrn Hartenstein die mögliche Depotabsicherungsalternative. Er erlaubt ihm den vorübergehenden Ausstieg aus dem Markt, ohne sämtliche Aktien verkaufen zu müssen. Tritt der erwartete Kursrückgang ein, kann die Future-Short-Position durch den Kauf von einer gleichen Anzahl Dax-Futures glatt gestellt werden. Durch den Rückgang des Dax kauft  Herr Hartenstein die Futures jedoch billiger, als er sie bei Positionseröffnung verkauft hat, und hat somit einen Gewinn realisiert, der zum Ausgleich für Verluste aus seinem Aktiendepot dient.

 

Ermittlung der Kontraktgröße:

, aufgerundet 4 Kontrakte

 

Angenommen der Dax sinkt wie von Herrn Hartenstein erwartet um 10% auf dann Dax-Stand im März 7020

 

Kontraktwert alt    7833,95

Kontraktwert neu  7050,55

Differenz                 783,40 Notierungspunkte

 

Jeder Notierungspunkt entspricht 25 Euro, multipliziert mit der Kontraktgröße (hier: 4 Kontrakte). Der Gewinn aus der Kursabsicherung beläuft sich auf 783,40 Notierungspunkte mal 100 = 78.340,00 Euro. Der Depotwertverlust beträgt 70.000,00 €.

 

Depotwertverlust

70.000,00 €

Gewinn aus der Kursabsicherung

78.340,00

Gesamtgewinn

  8.340,00 €

 

Bei  einem fallenden Dax wäre es für Herrn Hartenstein günstiger einen Future auf den Dax abzuschließen. Herr Hartenstein müsste bei der Nordbank AG zwar eine Sicherheitsleistung (Margin) bereithalten, von der die Gebühren für die Eurex täglich berechnet und bezahlt würden. Der Barausgleich mit dem Kontrahenten des Futuregeschäfts wäre aber für Herrn Hartenstein positiv, nämlich 78.340,00 €. Die gesamte Kursabsicherung bei einem Dax-Rückgang von 10% bringt Herrn Hartenstein 8.340,00 € Depotwertgewinn.

 

Die Kursabsicherung über eine Dax-Option bei einem Dax-Rückgang von 10% kostet Herrn Hartenstein hingegen 29.005,00 . EUR.

 

Sollte der Dax wider Erwarten von aktuell 7833,95 um 10% auf 8617,35 steigen, wäre eine Dax-Option für Herrn Hartenstein günstiger gewesen:

 

1.      Alternative:

Depotwertgewinn 70.000,00 € abzüglich des Optionspreises in Höhe von 26.460,00 € ergibt einen 

Gesamtgewinn von 43.540,00 €.

 

2.      Alternative:

Depotwertgewinn 70.000,00 € abzüglich der Futurekosten 78.340,00 € (Barausgleich) ergibt einen 

Gesamtverlust in Höhe von 8.340,00 €

(Dax-Stand 8617,35 ./. Preis Future-Dax 7833,95 = 783,40 multipliziert mit 100 = 78.340,00 €).